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	<title>Abgrund-Aspekte &#187; Deutsche</title>
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	<description>Kulturstreitschrift - Abschied von Angst</description>
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		<title>Steuern, lenken</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 11:54:29 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Sprache ist etwas Verräterisches. In diesem Sinne kann es durchaus angezeigt sein, sich einmal nachhaltig zu ent-täuschen, danach ist man immerhin weniger getäuscht als zuvor. 
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			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Diq6TAtSECg&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/Diq6TAtSECg&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object><br />
Sprache ist etwas Verräterisches. In diesem Sinne kann es durchaus angezeigt sein, sich einmal nachhaltig zu ent-täuschen, danach ist man immerhin weniger getäuscht als zuvor.<br />
Da die Täuschung tief verwurzelt zu sein scheint, graben wir etwas: Wer steuert, lenkt. Das tut der Steuermann und dem vertrauen wir besser.<br />
Bei uns erhebt das Finanzamt Steuern. Mit denen lenkt und steuert unser väterlicher Staat. Wen oder was? Seine mündigen Bürger, uns.<br />
Ein kurzer Blick entlarvt: Ein Unternehmen, definiert durch Grenzen auf der Landkarte, wirtschaftet. So sieht ein moderner Staat nun einmal aus.<br />
Seine Mitwirkenden so weit zu manipulieren, daß etwas, was der Staat (das UNTERNEHMEN) weniger besteuert, als “steuerbegünstigt” kommuniziert wird &#8211; solche Kunststücke setzen Gehirnwäsche und stillschweigendes Einverständnis von Generationen schreibender Journalisten voraus.<br />
In einfachen Worten: Öl ist eine Ware. Auf die eine Art von Öl nimmt wer-die-Macht-hat mehr Strafzoll, auf die andere weniger. Wo er etwas weniger nimmt, das nennt er “begünstigt”. Diesel hat die eine Farbe an der Tankstelle, die andere in der Schiffahrt und eine dritte im Traktor (wenn der Bauer nicht doof ist). Wenn Zöllner den Bauern erwischen mit der falschen Farbe im Mercedes, jubeln die Nachbarn und nennen das (Steuer-)Gerechtigkeit.<br />
Wir haben tatsächlich eine Mißgunstkultur entwickelt, in der “Gerechtigkeit” das Bewußtsein ist, daß es dem Nächsten ebenso miese geht, wie einem selbst.<br />
Diese “christliche” Grundhaltung geht gar so weit, daß die unwürdigen Schulen unserer Kinder dadurch aufrecht erhalten werden, daß es “uns selber dereinst ja auch nicht besser ging”.<br />
Amen.<br />
Oder?<br />
Früher, so liest man, war doch einmal alles besser. Da gab es noch den König oder Kaiser gar. Da war die Gefühlslage noch heiler.<br />
Das lohnt die Betrachtung: Das Elend war wohl größer, aber? Ach so! Der Machthaber berief sich auf sein Erbe und das war letztendlich dann von Gottes Gnaden.<br />
Mit Gott hadert man besser nicht, also war das so weit in Ordnung. Man konnte aber innerlich durchaus eine differenzierte Haltung einnehmen.<br />
Im Angesichte des Potentaten Kniefall, wenn er wegsah die eigenen Geschäfte verrichten. Keine Illusion von Gerechtigkeit, sondern klare Machtverhältnisse.<br />
Der König/Kaiser war doch kein Freund, er war er und man selber man selber.<br />
Mit so etwas ließ sich leben.<br />
Ohne mit der Gefühlslage allzusehr zu hadern. Der König/Kaiser hatte seine Häscher (Polizei, Zoll, Geheimdienst) und Verwalter (adelige Beamte). In deren Gegenwart tat man so, wenn sie weg waren anders.<br />
Viele Menschen sehnen sich zurück in die DDR, weil sie ein klares Bild bot.<br />
Was genau ist denn so fürchterlich an der Freiheit des Westens?<br />
Daß es keinerlei Freiheit ist und daß der Unterdrücker keinerlei Gesicht oder Namen mehr hat. In der wundervollen BRD kann man nicht mehr wider den Kaiser revoltieren oder der SED ein Schnippchen schlagen.<br />
Wir sind’s. Das Volk.<br />
Und wir hassen uns selber mit einer Inbrunst, daß wir dem Staat zujubeln, wenn er Rechtsbruch um Rechtsbruch begeht, um uns “Steuersünder” vorzuführen.<br />
So, und nun fragt der kluge Leser “Was sollen wir denn machen?”. Das soll heißen, daß er Solches nicht lesen möchte, wenn nicht die Heilsbotschaft in Form einer Lösung folgt.<br />
Die Antwort gibt es aus verschiedenen Gründen hier nicht.<br />
Es werden weder Person noch Heilslehre geboten. &#8211; Wir müssen ohne Führer auskommen und ohne Sozialismuskontrakapitalismus-Polarisierung.<br />
Selbst der ‘gesunde Menschenverstand’ ist ein belasteter Begriff. Wir brauchen Herz, Hirn und Augenmaß. Selber, alle, ständig.<br />
Wir sind keine Opfer böser Umstände, wir leben in der Welt, die wir geschaffen haben oder so aufrecht erhalten.<br />
Wer beliebt Angst vor dem Finanzamt zu haben, gibt dem Finanzamt Recht.<br />
Nochmal Amen. </p>
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		<title>Lokus &amp; Lesen</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Sep 2009 14:36:56 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Gehört für mich zusammen...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gehört für mich zusammen und ich tu auch immer wieder beides.<br />
Per Kilo, geliehen oder einfach gebraucht &#8211; Bücher finden ihren Weg zu mir.<br />
Heute aus “Das Rowohlt aktuell Lesebuch, Von der bürgerlichen Freiheit,<br />
Politische Essays, © 1983, DM 6,80”<br />
<div id="attachment_200" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://www.abgrund-aspekte.de/?attachment_id=200" rel="attachment wp-att-200"><img src="http://www.abgrund-aspekte.de/wp-content/uploads/2009/09/090929-018-150x150.jpg" alt="Lesen" title="090929 018" width="150" height="150" class="size-thumbnail wp-image-200" /></a><p class="wp-caption-text">Lesen</p></div><br />
Dorothee Sölle, Wie können wir lernen, nein zu sagen? © 1981<br />
…<br />
Das Wort “Frieden” taucht in den Reden führender Politiker immer seltener allein auf. “So ganz ungeschützt” sollte man es wirklich nicht mehr in den Mund nehmen. Es muß mit “Sicherheit” verbunden werden. Wenn man lautstark und militärisch klar genug über Sicherheit geredet hat, dann ist das angehängte “und Frieden” nicht mehr bedrohlich. First things first, erst mal absolute Sicherheit.<br />
Der Wunsch nach absoluter Sicherheit schlägt in die größte Unsicherheit und Selbstzerstörung um; jeder Eheberater weiß das. Wenn der Wunsch nach Sicherheit neurotisch wird, und das ist er seit dem Dezember 1979, dann schützt er nicht, sondern zieht die Vernichtung an. … Aber kollektive Neurosen werden durch Erkenntnisse allein sowenig aufgelöst wie individuelle. Dämonen müssen ausgetrieben werden.<br />
…<br />
Christsein <> bedeutet nicht, ein vorpolitisches Weihnachtsliedchen zu summen, wir müssen schon etwas deutlicher werden.<br />
Mit “deutlich” meine ich: so militant, so gewaltfrei und so illegal wie Jesus und seine Freunde.<br />
…<br />
Mit “deutlicher werden” meine ich, daß wir die in vielen anderen Ländern entwickelten Formen des zivilen Ungehorsams endlich auch in Deutschland einüben, so daß wir die bewußte Regelverletzung, die gewaltfreie Illegalität, den bürgerlichen Ungehorsam gemeinsam lernen. Man kann gegen Gesetze und Eigentumsordnungen verstoßen, ohne Gewalt gegen Menschen anzuwenden. Noch ist unsere Phantasie in diesem Punkt etwas unterentwickelt. …<br />
Mit Eingaben, Briefen an Abgeordnete, Flugblättern und Demonstrationen allein ist gegen die Arroganz der Macht <> nicht anzugehen. Der demokratische Charakter gewaltfreier Illegalität muß sichtbar werden. Wir müssen endlich anfangen, auch am Sabbat ein paar Ähren auszuraufen.<br />
Die Jünger Jesu, die das taten, verstießen gegen ein religiöses Gesetz. Sie handelten illegal; …<br />
Wir haben noch viel zu lernen, und ziviler Ungehorsam drückt einen Glauben an die Lernfähigkeit des Menschen aus.<br />
…<br />
Und, liebe nichtchristliche Leser, natürlich hilft beten. Seid doch nicht so blind, das hat doch mit organisierter Religion fast gar nichts zu tun. Sondern mit uns selber, unseren Wünschen, die wir nicht eintauschen gegen den Dreck, den sie uns ständig anbieten. Natürlich hilft beten und sich eins wissen mit der Macht, die dem Grashalm durch den Asphalt hilft. Natürlich hilft wünschen, träumen, darüber reden, eine Vision haben und sie mitteilen im Handeln. </p>
<p>Wer war (muß man sagen, sie ist 2003 wohl verstorben)<br />
http://www.dorothee-soelle.de/<br />
?<br />
“wurde sie wegen „versuchter Nötigung“ verurteilt. Diese Urteile wurden zum Teil später höchstrichterlich aufgehoben.“ weiß Wikipedia über sie.<br />
Sie heiratete einen Ex-Benediktiner und war lyrisch und politisch und religiös tätig. </p>
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		<title>Otto Normalmuslim</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Sep 2009 02:25:49 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[© by Lale SPD-Beauftragte]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.abgrund-aspekte.de/?attachment_id=142" rel="attachment wp-att-142"><img src="http://www.abgrund-aspekte.de/wp-content/uploads/2009/09/LaleSPD.bmp" alt="Lale Parteimuslima" title="LaleSPD" class="alignright size-full wp-image-142" /></a><br />
“Otto Normalmuslim” © by Lale SPD-Beauftragte<br />
<a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/543704/bilder/image_main/"><br />
<><br />
Cool, ne?<br />
Sie will sich damit von Al-Quaida-Weirdos, Fundis und Teilnehmern einer Expertenkommission abgrenzen.<br />
Otto Normalmuslim, herzlich willkommen im Abendland.<br />
Der WDR hatte gerade eine sehr sympathische Islam-Nacht. </p>
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		<title>Na, Paula?</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Sep 2009 10:56:50 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Erzieherin (knapp 60) im Vorbeigehen “<em>Na Paula</em> (knapp 5), <em>du Nervensäge!”. </em>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich will nicht bloß scharfzüngig geißeln oder schockerisch schlechte Nachrichten verbreiten. Etwas <strong>Spaß muß sein, bei der Beerdigung</strong>; das hier ist aber kein Klamauk. Das ist ES. Unser wirkliches Leben, unsere wirklichen Rahmenbedingungen. <div id="attachment_151" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://www.abgrund-aspekte.de/?attachment_id=151" rel="attachment wp-att-151"><img src="http://www.abgrund-aspekte.de/wp-content/uploads/2009/09/090919-031HIR-150x150.jpg" alt="090919 031HIR" title="090919 031HIR" width="150" height="150" class="size-thumbnail wp-image-151" /></a><p class="wp-caption-text">090919 031HIR</p></div><br />
Dieweil ich davon kosten kann, was passiert, wenn man aufbegehrt, habe ich kaum noch Fragen, warum ich mich so einsam auf weiter Flur bewege. Es ist nicht die “behandlungswürdige, tiefe Lebenskrise”, die mich so einsam macht. Es sind die Konsequenzen, die ich zu tragen habe. Ganz einfach.<br />
- So geht das nicht! &#8211;<br />
Jetzt kommt aber die nächste Frage: <em>Warum geht das nicht?</em> Wenn die Antwort darauf lautet: Weil sie Dir dann auf die Finger hauen, aber so, daß Du damit nicht gerade rechnen kannst. &#8211; ergibt sich umgehend die weitere Frage: <em>Wer sind SIE?</em> (Da landet man doch flugs in einer Wahnvorstellung von Verfolgungen und Verschwörungen; SIE (im Rheinland: ‘se) sind doch böse Mächte, allgewaltig, nachtragend, nur durch Bestechung zu beschwichtigend. </p>
<p><strong>OK, einmal abseits von Bürgerfrust</strong>, Demokratiemüdigkeit und Politikschelte: <em>Was soll das?</em> Möglichst naiv, möglichst grundsätzlich, möglichst so, daß sich viele, viele Menschen darin widerspiegeln können. </p>
<p>Als Mensch hat man nicht nur das Recht da zu sein, sondern sogar <strong>das Recht würdevoll behandelt zu werden</strong>. (Das ist ein Unterschied zum Vieh; bei Menschen gehört Würde zur artgerechten Haltung einfach dazu.)<br />
<em>Was ist Würde?</em><br />
Gute Frage, Hinweise geben selbst Neugeborene: Lach sie nicht aus! Lach sie an, aber nie aus. Sie haben bereits etwas, was gekränkt werden kann. (Selbst eine Katze kann sich ‘rächen’ für Auslachen, indem sie auf das Kopfkissen des Lachers uriniert.) Würde kann damit zu tun haben, daß die <strong>Aktion Sorgenkind</strong> nicht mehr Aktion Sorgenkind heißt, sondern Aktion Mensch. Daß die Aktion Mensch mit dem Slogan wirbt “Behindert ist man nicht, behindert wird man.”<br />
Würde. <em>Anderen so begegnen, wie man selber angesprochen werden möchte?</em> Jemand Anderen als Überbringer guter Nachrichten empfangen? &#8211; Das ist zu kompliziert und frustrierten Menschen einfach unmöglich.<br />
Würde. <em>Siezen?</em> Sehr geehrter Herr Arschloch, Sie sind gefeuert, im Übrigen werde ich Sie verklagen, mit freundlichen Grüßen? &#8211; Ein erster Schritt, immerhin.<br />
Würde, Höflichkeit, Spielregeln.<br />
Kinder, welche ein würdeloses Verhalten annehmen, indem sie das Kindchenschema bei Erwachsenen anwenden, um diese zu gewünschter Handlungsweise zu manipulieren, kann man in kurze, tiefe Krisen stürzen, indem man nicht, wie gewünscht, “erwachsen” reagiert. Gottseidank erholen sie sich in Sekunden, wenn man ihnen klarmacht, daß man sie gerne ernst nimmt &#8211; wenn sie einen auch ernst nehmen möchten. Zack, ist die Beziehung auf einer neuen Ebene, welche viel wertvollere Begegnungen ermöglicht.<br />
Der Andere ist nicht nur dazu da, daß er sich von mir gewünscht manipulieren läßt. </p>
<p><strong>Hapert es nicht genau an dieser Stelle schon in unserer “<em>Erwachsenenwelt</em>”?</strong> </p>
<p>Werbung, Politikwahlkampf, Firmen- oder Amtsethik?<br />
“Entschuldigung, bitte sprechen Sie anständig mit mir?” Wer getraut sich denn schon, so zu fragen?<br />
“Wissenschaftler” verschanzen sich hinter Stilblüten der Hochkultur, um sich nicht für ihre Inhalte rechtfertigen zu müssen; alles andere wäre ‘Popularwissensachaft’ &#8211; und das ist ein Schimpfwort. Kann schließlich jeder verstehen, der es lesen möchte.<br />
Ämter schreiben seitenlang klitzeklein grausamstes Deutsch. “Fühl Dich ohnmächtig!”<br />
Die Erzieherin (knapp 60) im Vorbeigehen “<em>Na Paula</em> (knapp 5), <em>du Nervensäge!”. </em><br />
Wo soll man denn anfangen?<br />
Man kann weder Liebe noch Zuneigung verordnen. Man kann aber aufhören aus Jedem einen Generalverdächtigen zu machen, bis ER das Gegenteil bewiesen hat. Jetzt und hier liegt schon eine Verantwortung auf dem, welcher nicht vorauseilend einen möglichen Verdacht ausgeräumt hat. Das ist der dann “selber schuld”.<br />
Durch ein Mehr von Strafen, durch ein Mehr von Schildern, durch ein Mehr von Überwachungskameras bekommen wir nicht verantwortungsbewußtere Einzelmenschen. So viel muß auch jenen klar sein, welche unverdrossen ein Mehr von der gleichen Medizin einfordern.<br />
Das Problem mit Hunden wohnt am oberen Ende der Leine. Eine Schußwaffe ist ein toter Gegenstand, bis sie jemand zur Hand nimmt. Dann ist allerdings sogar ein Auto, ein Küchenmesser, eine Säge, ein Schraubendreher &#8211; schlicht Alles &#8211; gefährlich.<br />
Es geht um den Menschen. Und immer sind es einzelne, die irgendetwas tun oder lassen, was sie vielleicht besser nicht getan oder nicht unterlassen hätten.<br />
Unterlassene Hilfeleistung ist aber schwerer nachvollziehbar.<br />
Die Mutter, die einen Schüler fast umbrachte (mit ihrem unkontrollierten Auto), unterließ es zu helfen, da sie ihren anwesenden eigenen Kindern den Anblick der blutigen, halb abgerissenen, Schädeldecke auf der Straße ersparen wollte. Einsichtig, nicht? Mildernd jedenfalls, hat ja nachgedacht, die Frau. </p>
<p><strong>Wie erreicht man denn den Einzelnen</strong>, wo es doch immer einzelne Taten und Beschlüsse sind?<br />
Außer günstigen Rahmenbedingungen scheint es keinerlei Patentrezept zu geben.<br />
Der ADAC hat einige Gemeinden dazu motiviert, sämtliche Schilderwälder abzumontieren, Parken freizugeben und Ampeln zu entfernen. Dieses teure und unerhört riskante Experiment endete nach meinem Kenntnisstand so: Keine Geschwindigkeitsübertretungen mehr, kein Falschparken, keine Unfälle, massive Einsparungen und jede Menge Rücksichtnahme. In Deutschland, dem Autoland.<br />
Hätten Sie das erwartet? </p>
<p>Kurzfristigster Egoismus ist logisch nachvollziehbar,<br />
für Ämter und Behörden glaubwürdig.<br />
Mittelfristige <strong>Wahrung eines eigenen “Ehrbegriffes” ist verdächtig</strong>, unglaubwürdig, bis hin zur “Verantwortungslosigkeit”.<br />
Ich nehme keine öffentlichen Mittel zur Aufrechterhaltung eines Lebens in Anspruch. Das geht so nicht und die moderate Vermutung des zuständigen Finanzamtes, ich hätte, entgegen aller meiner Aussagen, eben doch so zirka 20.000,- Euros pro Jahr eingenommen, wovon dann übrigens 15.ooo,- zum Verleben gemutmaßt wurden (eine Relation, über die jeder Selbstständige nur bitter lachen kann), ist amtlich. Das ist rechtsgültig. Was mir da noch bevorsteht, bis das “aus der Welt” ist, steht in den Sternen.<br />
Nähme ich Hilfen in Anspruch, bekäme ich auch keine absurden Rechnungen vom Familiengericht. Stattdessen wäre mein Verantwortungsbewußtsein für meine Kinder amtlich nachvollziehbar.<br />
Jedenfalls beraubt mich das meines Würdegefühls, daß ich grundsätzlich lüge, bis ich das nicht unwiderleglich belege, daß ich eben nicht gelogen habe. Behandle mich so und ich reagiere unwillig.<br />
Was das angeht, habe ich mich keinen Schritt weiterentwickelt, seit ich lebe. </p>
<p>Jetzt kommt aber ein <strong>schlimmes Fazit</strong>:<br />
Ich nehme mir das nicht übel, daß mir das noch weh tut.<br />
Im Gegenteil, freue ich mich, daß ich noch so lebendig bin. Ich bin noch nicht durch stete Schläge abgestumpft (auch wenn es schon kurz davor war).<br />
Das Gehirn ist noch nicht verdreht und gibt nur noch Informationen weiter, welche ein Machbarkeits-Filter passierten. Ich denke noch selber und kann gar Patentanträge an das DPMA nach München abfassen (viel Arbeit!). </p>
<p>Ich bin froh, immer noch naiv fragen zu können <em>“Wieso eigentlich nicht?”, </em>wenn ich höre, ich hätte zwar vollkommen Recht, aber da könne man nun mal nichts dran ändern. Als “unbelehrbarer Ignorant” treffe ich viele offene und zugetane Geister! Das sind meist nicht neue <em>“friends in high places”</em> &#8211; aber spannende junge Menschen.<br />
Was das bringt?<br />
Nun, ja, manchmal ist mir ganz leicht um das Herz.  </p>
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		<title>Intimschmuck öffentlich</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Sep 2009 08:50:59 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[... am Revers des Vorsitzenden der Polizeigewerkschaft ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Oh, Gott! Je näher man hinsieht, desto mehr sieht man. Das da am Revers des Vorsitzenden der Polizeigewerkschaft sind tatsächlich, klar und deutlich HANDSCHELLEN. Böser hätte es uns doch kein Kabarettist präsentieren können, wes Geistes Kind der Vorsitzende ist, welcher Natur unser “Freund und Helfer” ist, wo der Hase lang läuft. (klick auf das Bild)<br />
<div id="attachment_126" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://www.abgrund-aspekte.de/?attachment_id=126" rel="attachment wp-att-126"><img src="http://www.abgrund-aspekte.de/wp-content/uploads/2009/09/dpaGDPFreibergHandschellen-150x150.jpg" alt="dpa POLIZEI Handschellen" title="dpaGDPFreibergHandschellen" width="150" height="150" class="size-thumbnail wp-image-126" /></a><p class="wp-caption-text">dpa POLIZEI Handschellen</p></div><br />
Aus dem Text. “Wir brauchen Zivilcourage” titelt der GA auf Seite 31 (PANORAMA &#8211; die bunte Seite) und gibt uns eine halbe Seite Interview mit Konrad Freiberg, dem Vorsitzenden der Gewerkschaft der Polizei.<br />
Herr Freiberg ist so präsent in den Medien, daß die Suche nach ihm eher zu viel, als zu wenig ausspuckt. Ich bin froh, genau das Foto aus der Zeitung gefunden zu haben und stelle es nebenan, bis ich es wegen einer Klage mit Geldforderungen nicht mehr kann. </p>
<p>Für den GA sprach hom mit Konrad Freiberg:<br />
Frage: …”Siegt so Wegsehen über Zivilcourage?” A: … ”Nur ohne Zivilcourage kommt eine Gesellschaft nicht aus. Wir brauchen Zivilcourage.” …<br />
F: “Was muß jetzt passieren?”<br />
A: “Ohne Frage müssen an S- und U-Bahnen künftig mehr Polizisten und Angehörige privater Sicherheitsdienste allein mit ihrer Präsenz dafür sorgen, daß sich Menschen sicherer fühlen können &#8211; gestützt von einer technischen Überwachung.” … “Wichtig ist, daß eine Uniform zu sehen ist.” …<br />
F: “An jeder S-Bahn-Station künftig ein Bundespolizist?” A: “Das werden wir nicht schaffen.”…<br />
F: “Was geht in den Köpfen solcher Gewalttäter vor?” (Der Befragte ist Chef der Polizeigewerkschaft! &#8211; Anm. d. Red.) “Häufig…Jugendliche voller Frust…Alkohol und Drogen…junge Menschen, die entwurzelt sind und keine Grenzen kennen.” (Aha: Modestichwort “Grenzen setzen”, sonst…)<br />
F: “Stößt Prävention da an ihre Grenzen?” A: “…manche müssen von der Gesellschaft vorübergehend entfernt werden, wenn sie nicht in der Lage, ihre Aggressionen bei sich zu behalten.” (Originaldeutsch)<br />
F: “Schärfere Gesetze?” A: …”wenn Jugendliche wissen, daß schnell und hart bestraft wird. Strafandrohung alleine reicht da nicht aus.” ENDE<br />
Ist dem noch etwas hinzuzufügen? </p>
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		<item>
		<title>Zeitungsleser</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 23:32:15 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[wissen mehr ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>wissen mehr?<br />
Eigentlich tue ich es ungern.<br />
Vivi Bach (fru Bak, dänische Antwort auf Brigitte Bardot der 50er) ist auf einem Auge blind und lebt auf Ibiz. Kunstrasen kommt auf vier städtische Sportanlagen und noch dieses Jahr fangen die Bauarbeiten in Buschdorf (oder doch Buschhoven, wie auf Seite 32 zu lesen?) dafür an. Basketball- und Volleyball-Nationaltrainer möchte man nicht sein und Bierhoff schließt Klinsmanns Rückkehr selbst in beratender Funktion aus.<br />
Eine Leserbriefdame will nachts nur noch Vieh und Förster im Wald. Menschen? “Von Förstern ermahnt werden einige noch frech und behaupten, der Wald stehe jedem Tag und Nacht zur Verfügung.”<br />
In Hangelar, einem der ältesten Flugplätze der Welt, bildet Polizei jetzt für Bund und Länder ihre Flieger aus. Drehflügler, natürlich. Helge Schneider kommt nach Siegburg. Demnächst mal. “Augenkurswechsel zwischen Wasser und Land”, “Klangspielraum” war wohl was zu Kunst, ein Mitarbeiter der Stadt fliegt: Er hatte im Dienst gefehlt, weil er im Gefängnis wegen unbezahlter Geldstrafe gesessen hatte, dienstlich hatte er aber lieber gesagt, er sei krank. Gericht weist ihn ab.<br />
Die OB läßt eine weinende Amtsleiterin der Bürgerdienste aus der Verantwortung (und Schußlinie) als Projektleitung für ein WorldCCBonn, kurz WCCB; da werden gerade wohl wieder einfach Millionen versiebt.<br />
Eine (andere) Überschrift lautet “<strong>Gipfeltreffen der Heldinnen und Frauenmuseen in Bonn</strong>”.<br />
Im Internet möge man Freundschaftsanfragen “Fremder” ignorieren, löschen oder dem Netzwerkbetreiber melden. Eine (offenbar neue) Maschine faßt 12kg Schmutzwäsche. Die 11 in Frankreich zersplitterten iPhones stehen 26 Millionen größtenteils nicht zersplitterten gegenüber. Für Panoramaaufnahmen möge man Stativ verwenden und eine Firma will in Bonn demnächst mit Flugzeugen, die Flüssiggas verfliegen, verdienen. In drei Jahren und mit 50 Mitarbeitern.<br />
In Frankfurt sei der Markt nervös geworden, Madeleine Schickedanz lebe von 500 &#8211; 600 Euros im Monat.<br />
Das Bild von Matthias Wissmann (ja, bei dem Namen darf es klingeln) von dpa, bedaure ich tief, jetzt nicht hier einklinken zu können: Er winkt über einer IAA-Pappe her &#8211; muß man gesehen haben! (Seite 6, Wirtschaft).<br />
Schiesser (Herrenfeinripp, Nachtleibchen und so) hat Verbindlichkeiten von 80 mio Euros; wer haben will, soll die aber zahlen, sagt der Insolvenzverwalter.<br />
An Lebensversicherungen ist auch noch das Papier gefährlich. Aus Berlin kommt DER TIPPP, sie nicht aus der Hand zu geben.<br />
BP findet Öl im Golf von Mexiko (jetzt, 2009).<br />
“<strong>Kritisch, klar und direkt aus der Lebensrealität</strong>”, Untertitel: Die Zeitungsbranche ehrt… <em>Foto mit Verleger dieser Verlautbarungen</em>.<br />
RAF-Verena Becker hat vielleicht keine Ehre und nie Freunde gehabt; vielleicht. Jetzt sollen wir ihr 100.000 Mark für das Verraten gegeben haben. Damals. Wir, durch unseren Verfassungsschutz. Unser Nachrichtendienst hat für viel mehr Geld neulich einem Dieb eine CD abgekauft. Und ein Herr Ackermann wurde im Kanzleramt gefeiert, oder so, nee, jetzt weiter hier, im Text, meine Zeitung: Kindern in “Problemfamilien” geht’s bald mit neuem Gesetz an’s Leder. (Oh, oh &#8211; ich brauche hier nur noch ein wenig weiterzuschreiben und dann sind meine Kinder “Kinder in Problemfamilie“. Gestern wurde ich noch gewarnt!)<br />
Aber jetzt: Dieser NPD-Voigt (Chef) ist soeben aus dem Bundeswehrverband ausgeschlossen worden. Nach 30 Jahren Mitgliedschaft. Der “Bürger in Uniform“-Verband hatte eine schriftliche Urteilsbegründung (Volksverhetzung) gegen Voigt bis jetzt “geprüft” und sich zu diesem Schritt entschlossen.<br />
Die Schweinegrippe heißt noch so und ihretwegen machen Schulen zu.<br />
NABU lobt CDU/FDP in NRW.<br />
Erinnert sich noch jemand an die CDU-Stadträtin, die mit dem “Wiedervereinigungsvertrag” promovierte? Constanze Paffrath, <a href="http://www.buecher.de/shop/Berichte--Erinnerungen/Macht-und-Eigentum/Paffrath-Constanze/products_products/detail/prod_id/12386574/">vielleicht gelingt mir hier noch ein interaktiver Link. Was Kohl da für ein Nümmerchen abgezogen hat (“stellt den ‘Watergate-Skandal weit in den Schatten’, FAZ”)? BRD wollte durch Treuhand den Anschluß der DDR mehrfach finanzieren lassen, obendrein bekamen wir aber noch den “Soli”, einen “Solidaritätsbeitrag” für das kostbare wieder-aus-Berlin-Regiertwerden.<br />
Zeitungsüberschrift jetzt:<strong> Studie: NRW-Kommunen zahlen zu viel für Aufbau Ost,<br />
 Düsseldorf,</strong> …Gutachten…kommunalen Spitzenverbände-<br />
</a><a href="http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=wirt&#038;itemid=10015"><br />
Struck ist ein “Anhänger von Schwarz-Gelb”, wenn es wen interessiert (S.3) und Volker Kauder “Der Parteitiger”.<br />
Auf Seite eins kriegt noch ein weißer Südafrikaner politisches Asyl.<br />
Ich las in der Zeitung. <em>©General-Anzeiger, vom 3. September 2009</em>.<br />
Das werde ich wohl lieber wieder eine Weile lassen.<br />
Ist mir zu aufregend</p>
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		<title>Civilcourage? Zivilcourage!</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Sep 2009 07:50:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[“Zivilcourage” wurde laut meinem schlauen Wälzer genau 1864 von Bismarck geprägt: Mut, den jemand beweist, indem er seine Meinung offen äußert und sie ohne Rücksicht auf eventuelle Folgen in der Öffentlichkeit, gegenüber Obrigkeiten, Vorgesetzten o. ä. vertritt; (danach kommt der nächste Artikel). © Duden]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Haare werden immer grauer. Allergiesymptome allerorten. Ärgerstress ist kein Eustress. Civilcourage ist ein Fremdwort. “Zivilcourage” wurde laut meinem schlauen Wälzer genau 1864 von Bismarck geprägt: Mut, den jemand beweist, indem er seine Meinung offen äußert und sie ohne Rücksicht auf eventuelle Folgen in der Öffentlichkeit, gegenüber Obrigkeiten, Vorgesetzten o. ä. vertritt; (danach kommt der nächste Artikel). © Duden “Deutsches Universalwörterbuch” 1989<br />
Wie bemerkenswert ist das denn? Bismarck war doch wohl Obrigkeit höchstpersönlich. Haben die Deutschen die Obrigkeit gebraucht, um einen wohlwollenden, gesellschaftskritischen Begriff zu prägen? Toll. Wahrscheinlich hat Gudrun Tempel mit ihren schlimmsten Befürchtungen noch untertrieben. <a href="http://www.amazon.de/Deutschland-Gudrun-Tempel/dp/B0000BOHZ5/ref=sr_1_1?ie=UTF8&#038;s=books&#038;qid=1251876444&#038;sr=1-1">http://www.amazon.de/Deutschland-Gudrun-Tempel/dp/B0000BOHZ5/ref=sr_1_1?ie=UTF8&#038;s=books&#038;qid=1251876444&#038;sr=1-1</a></p>
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